Diejenigen, die über keine Mittel für eine Ehe verfügen, sollen Keuschheit üben, bis Gott ihnen aus Seiner Gabenfülle Mittel gewährt! Denjenigen unter euren Sklaven, die um einen Freibrief bitten, sollt ihr diesen ausstellen, sofern ihr von ihrem guten Willen überzeugt seid! Schenkt ihnen von den Gütern, die Gott euch beschert hat! Ihr sollt eure Sklavinnen nicht zur Unzucht zwingen, wenn sie selbst ehrbar leben wollen, nur weil ihr nach den vergänglichen Gütern des irdischen Lebens trachtet! Wer sie aber gezwungen hat und das dann bereut, dem wird Gott voller Vergebung und Erbarmen verzeihen.
Tafseer
{وليستعفف الذين لا يجدون نكاحا} ما ينكحون به من مهر ونفقة عن الزنا {حتى يغنيهم الله} يوسع عليهم {من فضله} فينكحون {والذين يبتغون الكتاب} بمعنى المكاتبة {مما ملكت أيمانكم} من العبيد والإماء {فكاتبوهم إن علمتم فيهم خيرا} أي أمانة وقدرة على الكسب لأداء مال الكتابة وصيغتها مثلا : كاتبتك على ألفين في شهرين كل شهر ألف فإذا أديتها فأنت حر فيقول قبلت {وآتوهم} أمر للسادة {من مال الله الذي آتاكم} ما يستعينون به في أداء ما التزموه لكم وفي معنى الإيتاء حط شيء مما التزموه {ولا تكرهوا فتياتكم} إماءكم {على البغاء} الزنا {إن أردن تحصنا} تعففا عنه وهذه الإرادة محل الإكراه فلا مفهوم للشرط {لتبتغوا} بالإكراه {عرض الحياة الدنيا} نزلت في عبد الله بن أبي كان يكره جواريه على الكسب بالزنا {ومن يكرههن فإن الله من بعد إكراههن غفور} لهن {رحيم} بهن.
Und diejenigen, die keine Möglichkeit zur Heirat finden, sollen sich enthalten, bis Allah sie reichlich beschenkt, damit sie heiraten können. Und diejenigen, die unter euren Sklaven, Männern wie Frauen, einen Freilassungsvertrag abschließen wollen, sollt ihr nur dann abschließen, wenn ihr etwas Gutes an ihnen erkennt, d. h. ihre Vertrauenswürdigkeit und ihre Fähigkeit, den Preis des Vertrags zu verdienen. Zum Beispiel: Ich habe mit euch einen Vertrag über zweitausend [Währungseinheiten] geschlossen, zahlbar in zwei Monaten, eintausend pro Monat. Wenn ihr bezahlt habt, seid ihr frei. Und gebt ihnen etwas von dem Reichtum Allahs, den Er euch gegeben hat, was sie benötigen, um ihre Verpflichtung euch gegenüber zu erfüllen. Geben bedeutet auch, etwas von dem, wozu sie sich verpflichtet haben, abzuziehen. Und zwingt eure Sklavinnen nicht zur Prostitution, wenn sie Keuschheit wünschen. Dieser Wunsch ist Gegenstand des Zwangs, daher ist diese Bedingung nicht erforderlich. [Das heißt, durch Zwang nach den flüchtigen Freuden dieses weltlichen Lebens zu streben]. Dies wurde über Abdullah ibn Ubayy offenbart, der seine Sklavinnen zwang, ihren Lebensunterhalt durch Ehebruch zu verdienen. Und wer sie dazu zwingt, dem ist Allah wahrlich vergebend und barmherzig.